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Online-first-Publikation des Editorials für Heft 18/2011 Die Haus- und Kinderärzteärzte haben sich noch nicht entschieden Margot Enz Kuhn, Vorstandsmitglied «Hausärzte Schweiz», Leiterin Kommission Gesundheitspolitik Die geheime Abstimmung verunmöglicht es, die Meinungen der verschiedenen Gruppierungen der Ärzteschaft zu differenzieren. Alle diesbezüglichen Äusserungen sind reine Vermutungen, so z.B. auch diejenige des FMH-Präsidenten, welcher bereits am 23.9.2011 in der Sendung «Heute Morgen» von DRS 1 mitteilte, ein Grossteil der Hausärzte fühle sich durch die Budgetmitverantwortung und die Einschränkung der freien Arztwahl auch mitbetroffen, ansonsten keine so grosse Mehrheit zustande gekommen wäre. Wir wissen, dass neben diesen beiden inhaltlichen Aspekten der Vorlage auch sehr viele Eigeninteressen die Haltung der Ärzteschaft beeinflussen. Beispielsweise
«Hausärzte Schweiz» und die KKA (Konferenz der kantonalen Ärztegesellschaften) haben vor der Urabstimmung zu einem besonnenen Verhalten und damit einer glaubwürdigen Ärzteschaft aufgerufen, leider vergebens. Der Kampf um den Zusammenhalt innerhalb der FMH ist lanciert. «Hausärzte Schweiz» hat als Berufsorganisation aller Haus- und Kinderärzte während des gesamten politischen Prozesses eine kohärente Haltung bewahrt und diese auch vis-à-vis der Politik unbeirrt vertreten. Die Delegiertenversammlung hat die strategische Richtung des Vorstandes wiederholt legitimiert. Sie ermöglicht dank ihrer reifen Haltung am 3.11.2011 eine erneute Diskussion über das weitere Vorgehen, dies auf der Basis der definitiven Vorlage, welche am 30.9.2011 die Schlussabstimmung in den Räten noch überstehen muss. Es gilt nun das durch beharrliches Lobbying errungene Ergebnis – morbiditätsbasierter Risikoausgleich, verbindliche Vertragsbasis, Unabhängigkeit der Ärztenetze von den Versicherern, Subsidiarität des Bundesrates in Sache Qualität und finanzielle Mitverantwortung – im Gesamtkontext zu würdigen. Die für uns Haus- und Kinderärzte wichtigen Eckpunkte sind allen politischen Auseinandersetzungen zum Trotz in der Vorlage verankert, was als Erfolg für MFE gewertet werden darf. Natürlich ist die Gesetzesrevision nicht perfekt, aber sie bedeutet einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung! Eine lebendige Demokratie verlangt immer Kompromisse, ansonsten bleibt die politische und gesellschaftliche Weiterentwicklung blockiert. Dies sollten wir uns nicht leisten. KVG-Revision Managed Care Vorlage – Differenzbereinigung Das Parlament hat sich nach langem Hin und Her schliesslich durchgerungen, eine Revision des KVG gutzuheissen, welche entscheidende Veränderungen für die ambulante Medizin mit sich bringen wird. Vom ursprünglichen Vorschlag, welcher von sämtlichen Beteiligten Kompromisse erforderte, sind folgende für die Hausärzte relevanten Eckwerte stehen geblieben:
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